Simmerner Sprachschüler erkunden Heimatgeschichte

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Im Rahmen eines Stabpuppen-Theaterprojektes zum Thema „Schinderhannes“ erkundeten die Schülerinnen und Schüler des Sprachintensivkurses der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern die Geschichte ihrer neuen Heimat.

Die 11- bis 16-jährigen Jugendlichen aus neun verschiedenen Ländern besuchten den Schinderhannes-Turm im Zentrum von Simmern. Mit Interesse verfolgten die Kinder die Geschichte des berühmt-berüchtigten Räuberhauptmanns Johannes Bückler, genannt „Schinderhannes“, und sammelten Ideen und Anregungen für das bevorstehende Theaterprojekt.

Die Schule bedankt sich in diesem Zusammenhang bei der Simmern-Touristik für die fachkundige Unterstützung und kompetente Zusammenarbeit.Schinderhannes1

 

Das Berliner Ensemble Radiks zu Gast an der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus in Simmern

Theater2Mit dem Stück „Fake oder war doch nur Spaß“ gastierte das Berliner Ensemble Radiks in der Realschule plus in Simmern. Im Rahmen der Medienprävention wurde ein fiktiver Mobbing-Fall den Schülern der Klassen 6 - 8 gezeigt.

In dem Zwei-Personen-Theaterstück träumt die siebzehnjährige Lea davon, Sängerin zu werden. Als sie schließlich in eine Casting-Agentur aufgenommen wird, weckt das nun den Neid einiger Ihrer Mitschüler/innen, vor allem den von Nadine, Leas vermeintlich bester Freundin. Erste Sticheleien und Ausgrenzungen beginnen in der Schule. Schließlich weiten sich die Mobbing-Attacken auch auf diverse Netzwerk-Portale aus, unter anderem auf Facebook und WhatsApp. Lea zieht sich zurück und geht kaum noch in die Schule. Als sie schließlich erfährt, dass Andi, mit dem sie eine Liebesaffäre hatte, zu der Gruppe der Mobber gehört und ihr Vater sie zudem bedrängt, Anzeige zu erstatten, will die mittlerweile verzweifelte Lea sich das Leben nehmen. Die Geschichte um Lea spielt sich über einen Zeitraum von einem halben Jahr ab.

Das Stück wurde von jeweils einer Schauspielerin und einem Schauspieler aufgeführt. Beide schlüpften im Verlauf des Stückes in mehrere Rollen. Überdies agierten sie als die Erzähler der Geschichte um die Protagonistin „Lea“.

Dieses Stück thematisierte viele Themenfelder, unter anderem Cybermobbing, Rolle der Medien, Nutzung der Medien und die Bedeutung der Sprache in den Medien.

Ziel der Veranstaltung war es, die Schülerinnen und Schüler für die dargestellten Problematiken zu sensibilisieren. Die guten Schauspieler schafften es schnell, die Schülerinnen und Schüler mit Ihrem Theater und den dargestellten Problematiken zu fesseln.

Direkt nach der Aufführung gab es ein Gespräch mit den beiden Schauspielern. Die rege Diskussion über das Thema Cybermobbing verdeutlichte, wie dicht die Thematik an der Lebenswelt der Schüler ist. Mit großem Applaus würdigten die Schüler die Leistung der Schauspieler.

 

Gospelkonzert der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus zieht 200 Besucher in seinen Bann

Gospel

 

Das Tripple des Gospelprojektes 2019 ist perfekt. Im diesem Jahr studierten 40 Schülerinnen und Schüler, 12 Lehrer sowie 13 Eltern und Gäste aus der Region innerhalb von zwei Tagen 12 Gospels ein. Der aus Köln angereiste Chorleiter Darius Rossol verzauberte wie in den Jahren zuvor mit seiner Art den gemischten Chor, so dass nach der Probezeit von nur acht Stunden wieder ein Auftritt in der Simmerner Stephanskirche stattfand. Vor mehr als 200 Zuschauern absolvierte der gemischte Chor seinen Auftritt. In diesem Jahr waren auch Vertreter des Kreises (Frau Lanius-Heck), der Verbandsgemeinde (Herr Boos) und der Stadt (Herr Nau) sowie des Freundeskreises Friedrich Karl Ströher (Hr. Merten) der Einladung des Organisators Herrn Radschikowsky gefolgt und konnten dem über 90 minütigen Konzert begeistert folgen.

Neben den gemeinsamen Chorgesängen stellten auch zahlreiche Solisten aus der Schülerschaft und den Gästen ihr Können unter Beweis. Der ehemalige Schüler David Horn trug ein Klavierstück vor. Auch die Lehrer Frau Wickert, Frau Schittko und Herr Radschikowsky unterhielten das Publikum mit kurzweiligen Popsongs zum Thema Liebe. Der Abend wurde mit einer Zugabe und Standing Ovations abgerundet.

Besonderer Dank gilt dem Förderverein der Stephanskirche für die Bewirtung am Konzertabend, dem Küsterehepaar Mironow und der Gilanyi-Stiftung, Verbandsgemeinde und dem Kreis für ihre finanzielle Unterstützung. Es kamen 550 € an Spenden zusammen, die der Schule und Schülerschaft zugutekommen werden. Über die Einladung von Presbyter Heiko Scherer, im nächsten Jahr wieder ein Gospelkonzert zu veranstalten, freute sich die Schulgemeinschaft sehr und folgt dieser gerne. Rektor Raoul Roth, Konrektor Rolf-Josef Zehe und der Organisator Niklas Radschikowsky waren von der Stimmung während der Proben und des Konzerts sehr begeistert. Zusammenfassend stellen sie die positive Nachwirkung des Gospelkonzerts in den Vordergrund und freuen sich, mitteilen zu können, dass der Termin für das nächste Event schon feststeht. Am Freitag, den 21.08.2020, wird es das vierte Gospelchorevent der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus geben. Hierzu laden die Initiatoren herzlich auch zum Mitmachen ein.

 

Simmerner Zehntklässler auf jüdischen Spuren in Laufersweiler

Synagoge

Im Religionsunterricht hatten sich 21 Zehntklässler der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern bereits mit den Themen „Judentum“ und „Kirche und Nationalsozialismus“ beschäftigt.

Durch den Besuch der ehemaligen Synagoge ermöglichten die beiden Religionslehrer Markus Michel und Nadine Sünder ihren Schülerinnen und Schülern eine intensivere Auseinandersetzung und Begegnung mit der jüdischen Vergangenheit des Hunsrücks.

So erhielten die Jugendlichen durch Christof Pies, den ersten Vorsitzenden des Förderkreises der Synagoge Laufersweiler, einen Überblick über die Geschichte der jüdischen Gemeinde und der ehemaligen Synagoge in Laufersweiler. Exemplarisch wurden einzelne Schicksale herausgegriffen, um den Schülerinnen und Schülern die Schrecken der damaligen Zeit, die auch im Hunsrück Einzug gehalten hatten, zu verdeutlichen. „Wir reden über die Vergangenheit, damit die Zukunft nicht so wird.“, so Pies in seinen Ausführungen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Religionsschüler von dem Erinnerungsort auf dem Synagogengrundstück, auf dem 25 schwarze Stelen stehen, die mit verschiedenfarbigen Würfeln gefüllt sind. Die Zahl der Würfel pro Stele entspricht den Lebensjahren der jeweiligen Person, die Farben der Würfel symbolisieren mit ihren Farben die einzelnen Lebensphasen. So zeigen die bunten Würfel die Jahre des „gelebten Lebens“ und die schwarze Fläche die des „geraubten Lebens“. Ein Kind wurde nur vier Jahre alt.

Auf den „Weg der Erinnerung“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss ihres Besuches und wandelten so auf jüdischen Spuren durch Laufersweiler. Den Endpunkt bildete hierbei der jüdische Friedhof, auf dem die letzte Beerdigung im Jahre 1941 stattgefunden hatte.

Der Besuch der ehemaligen Synagoge wird in Zukunft fest im Bildungsangebot der Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus Simmern für das 10. Schuljahr verankert werden.