Schüler der RS plus Simmern besuchen die Synagoge in Laufersweiler

 

 

Ein Tag gegen Vorurteile und für Toleranz erwartete die Schülerinnen und Schüler derLaufersweiler

achten Klassen bei ihrem Besuch des Studien- und Begegnungszentrums Laufersweiler.

 

Im Religions- und Ethikunterricht beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema Judentum. Als Abschluss folgte eine Unterrichtsfahrt nach Laufersweiler. In diesem kleinen Ort mitten im Hunsrück befindet sich die letzte noch als solche erkennbare Synagoge im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Neben vielen geschichtlichen Aspekten wurden an diesem Vormittag vor allem die Themen Vorurteile und Toleranz behandelt. Die Lernenden wurden dafür sensibilisiert, wie leicht man sich durch Vorurteile lenken lässt. Sie erkannten auch, wie und warum Vorurteile entstehen und verbreitet werden. Des Weiteren erlebten sie Religion zum Anfassen. Ob Tora, Kippa oder Gebetsschal alles konnte in die Hand genommen werden und alle Fragen wurden vom sehr kompetenten Vorsitzenden des Förderkreises Synagoge Laufersweiler e.V. Herrn Christof Pies ausführlich beantwortet.

Den Abschluss bildete ein Spaziergang durch den Ort. Gestartet wurde am künstlerischen Erinnerungsort „gelebtes Leben – geraubtes Leben“, an dem die Betroffenheit der Jugendlichen spürbar wurde. Über den Weg der Erinnerung sah man die ehemaligen Wohnhäuser der jüdischen Kinder und konnte ihre Geschichten erfahren. Dieser Spaziergang endete am jüdischen Friedhof, an dem die Kinder erfuhren, wie man mit den Erinnerungen an die Taten der NS-Zeit kurz nach dem Krieg umging.

Für die Schülerinnen und Schüler war der Vormittag ein interessantes, lehr- und abwechslungsreiches Erlebnis, bei dem sie Ängste und Verunsicherungen abbauen konnten.

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